Alles hat ein Ende nur der Wurm hat zwei

Von Dr. med. vet. Dipl.-Kfm. Stefan Knoop

Auch Menschen können sich mit Würmern anstecken

Neben den Ektoparasiten (z.B. Zecken), die auf dem Tier leben, gibt es auch die sogenannten Endoparasiten, die im Körper der Tiere leben. Dazu zählen Würmer und Einzeller, die bei einem Befall die Gesundheit des Hundes und der Katze gefährden können. In unserer Region sind vor allem Spul-, Haken- und Bandwürmer verbreitet. Insgesamt wurden bei verschiedenen Untersuchungen

Spulwurminfektionen bei bis zu 70% der untersuchten Tiere festgestellt. Diese enorme Verbreitung liegt an dem hohen Vermehrungspotenzial der Spulwürmer und der Widerstandskraft ihrer Eier: Ein einziger Wurm legt bis zu 200.000 Eier pro Tag, so dass bis zu 50.000 der mikroskopisch kleinen Eier pro Gramm (!) Kot ausgeschieden werden, die wiederum Böden bis zu einer Tiefe von 10 cm

kontaminieren und 4 Jahre lang infektiös sind.



Ein Wurm unter dem Mikroskop.

Gerade Kinder sollten vor Ansteckung geschützt werden, indem der Hund regelmäßig entwurmt wird.





Unsere Haustiere werden aufgrund ihrer Leidenschaft fürs Stöbern und ihrer Vorliebe für gammelige Fundstücke in Wald und Flur immer wieder von Endoparasiten befallen. Hunde- und Katzenwelpen können sich sogar schon in der Gebärmutter oder bei Aufnahme der Muttermilch anstecken. Grundsätzlich sind alle Hunde und Katzen gefährdet – sogar reine Wohnungskatzen. Denn Menschen tragen die Parasiteneier an ihren Schuhen in die Wohnung.


Da die Würmer im Darm der Tiere leben oder Organe befallen, sind sie für das menschliche Auge nicht sichtbar. Bestimmte Bandwürmer allerdings scheidet das Haustier in weißen, reiskornähnlichen Teilen mit dem Kot aus. Manche Würmer sind nicht nur für unsere Haustiere gefährlich, sondern können auch auf Menschen übertragen werden und dort zu Erkrankungen führen. Vor allem bei intensivem Kontakt der Haustiere zu Kindern oder älteren Menschen, ist eine regelmäßige

Entwurmung besonders wichtig, da deren Immunsystem in der Regel zu schwach für eine Wurmabwehr ist. Eine Wurmkur beugt leider der Infektion nicht vor, sie dient lediglich der Bekämpfung vorhandener Parasiten. Das Tier kann sich also rein theoretisch bereits am nächsten Tag erneut anstecken.


Das Risiko, sich mit Würmern zu infizieren, ist abhängig von der Lebensweise unserer Haustiere, nicht jedes Tier ist gleichermaßen gefährdet. Abhängig von dem individuellen Infektionsrisikos eines Tieres gibt es die Vereinigung ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) entsprechende Empfehlungen: Wenn das Risiko einer Infektion nicht eingeschätzt werden kann,

sollten die Tiere mindesten viermal im Jahr entwurmt werden. Hunde und Katzen, die freien Auslauf haben, wilde Nagetiere oder Kot anderer Tiere fressen, sind monatlich zu entwurmen. Immer wenn ein Flohbefall festgestellt wird, muss auch immer gegen Bandwürmer entwurmt werden, da diese als Zwischenwirt fungieren. Die Alternative zur regelmäßigen prophylaktischen Entwurmung stellt die

Kotuntersuchung beim Tierarzt dar. Sie sollte so oft wie die empfohlene Entwurmung durchgeführt werden.


Hunde und Katzen können außer von Würmern auch von anderen Parasiten des Magen-Darm-Trakts befallen werden: den sogenannten Einzellern. Dazu gehören die Giardien und Kokzidien. Die Übertragung erfolgt etwa durch Kot, durch befallene Mäuse oder infizierte Gewässer. Die Erreger besiedeln den Verdauungstrakt und verursachen eine Darmentzündung, deren Folge chronischer

Durchfall und Abmagerung ist. Auch hier ist für eine sichere Diagnose eine Kotuntersuchung erforderlich.


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