Damit er auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann!

Auch unsere Haustiere sind nicht vor Zahnerkrankungen gefeit. Werden sie nicht rechtzeitig erkannt bzw. behandelt, führen sie zu Schäden am Gebiss. Dies äußert sich häufig zuerst durch einen unangenehmen Maulgeruch der Tiere, da es immer auch der Beginn von Entzündungen in der Maulhöhle ist: Zahnfleischentzündung (Gingivitis), Karies, Entzündungen des Zahnhalteapparats (Parodontis) oder der Maulschleimhaut (Stomatitis). Die meisten Tiere zeigen anfangs allerdings

kaum Störungen des Allgemeinbefindens, sodass die Erkrankung oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt wird. Dann äußert sie sich häufig durch zunehmenden Schmerz, übel riechenden Atem, ein gestörtes Fressverhalten oder vermehrten Speichelfluss.


Dr. med. vet. Dipl.-Kfm. Stefan Knoop mit seinem besten Freund

Tipp:

Auf gesunden Zähnen setzt sich ein weicher Belag ab, der zusammen mit Futterresten und Speichel die sogenannte Zahnplaque bildet. Lagern sich dort dann Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor und Magnesium ein, entwickelt sich Zahnstein. Zahnstein ist gelbbräunlich, hat eine sehr feste Konsistenz und bildet eine Grundlage für Bakterien. Es gilt der Grundsatz: „Wer Zähne hat, hat Zahnstein.“. Auch bei Menschen, die morgens und abends jeweils 3 Minuten ihre Zähne putzen, wird einmal im Jahr der Zahnstein beim Zahnarzt entfernt.

Schreitet die Zahnfleischentzündung weiter voran, greift sie auf den Zahnhalteapparat über. Durch den Entzündungsprozess folgt ein Zahnfleischrückgang, dadurch kommt es zur Lockerung der Zähne und schließlich fallen sie aus. Außerdem wird den Bakterien eine Eintrittspforte in den Blutkreislauf

eröffnet, wodurch es zu einer Gesundheitsgefährdung kommen kann. So sagt man beispielsweise, dass beim Menschen jede 3. Herzerkrankung aufgrund schlechter Zähne hervorgerufen wird, und so weit wie bei den Tieren lassen wir es häufig nicht kommen.

Kleinere Hunde und Katzen erkranken häufiger als größere Hunde an starkem Zahnsteinbefall. Die 42 Zähne, die jeder Hund besitzt, sind bei großrassigen Hunden, wie beim Wolf, entsprechend der Kiefergröße exakt aufeinander abgestimmt und stehen relativ weit auseinander. Futterreste haben

damit kaum eine Chance, sich festzusetzen. Anders sieht es bei den kleinwüchsigen Rassen aus: Dort stehen die Zähne zu dicht und zu schräg beieinander und somit ist der Selbstreinigungseffekt nicht mehr gegeben.

Rein theoretisch ist regelmäßiges Zähneputzen auch bei Tieren die beste Vorsorge, die bakteriellen Beläge zu entfernen noch bevor sich Entzündungen oder Zahnstein bilden können. Da dies jedoch die meisten Tiere nicht tolerieren, kann die Zahnreinigung durch spezielle Kauartikel unterstützt werden.


Nichts desto trotz, kann die Zahnsteinbildung nicht ganz verhindert werden und daher muss früher oder später eine professionelle Zahnreinigung erfolgen. Da die Tiere sich nicht freiwillig länger in der Maulhöhle manipulieren lassen und erkrankte Zähne mit Zahnfleischentzündungen bekanntlich schmerzen, ist eine Narkose unumgänglich. Der Tierarzt entfernt die Beläge mit einem Ultraschallgerät. Wie oft die Zahnsanierung dann wiederholt werden muss, hängt zum einen von den

Hygienemaßnahmen, aber auch sehr von der genetischen Veranlagung des einzelnen Tieres ab.

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